Burnout Syndrom

Die heutige Zeit ist sehr hektisch und stressig, so dass es zu vielen Erkrankungen kommt, die früher kaum bekannt waren. Dazu zählt auch das so genannte Burnout-Syndrom, welches immer häufiger beobachtet wird. Sicher ist jeder Mensch einmal erschöpft, das Burnout-Syndrom ist jedoch ein sehr schwerer Erschöpfungszustand, der über einen längeren Zeitraum anhält und den Patienten stark in seinem Leben einschränkt. In vielen Fällen ist es ihm nicht einmal möglich, seinen normalen Alltag zu meistern, geschweige denn, seinen Beruf auszuüben.

Das Burnout-Syndrom äußert sich nicht nur in körperlicher Erschöpfung, sondern der Betroffene empfindet auch ein emotionales Ausgebranntsein, welches ihn teilweise handlungsunfähig macht. Grundsätzlich kann jeder Mensch bei starkem Stress ein Burnout-Syndrom entwickeln, häufig sind jedoch Menschen betroffen, die sich sozial sehr engagieren. Wer ständig für andere da ist und sich um sie kümmert, der wird früher oder später seine eigenen Bedürfnisse ignorieren, bis der Körper ein deutliches Signal gibt.

Ein Burnout Syndrom ist nicht plötzlich über Nacht da, sondern es handelt sich um einen langen, schleichenden Prozess. In vielen Fällen geht dem Syndrom eine Depression voraus, oder sie geht mit der Störung einher. Der Betroffene fühlt sich immer häufiger abgeschlagen und lustlos, er zieht sich zurück und meidet Kontakte. Er hat ein erhöhtes Schlafbedürfnis, kann sich wegen eines gestörten Schlafes jedoch nicht ausreichend erholen. Dies führt zu zunehmender Erschöpfung und Resignation, häufig begleitet von Kopfschmerzen oder Magen-Darm-Beschwerden und innerer Unruhe. Oft versuchen sich die Betroffenen durch Selbstbelohnung das Problem zu kaschieren, was zu zum Teil deutlicher Gewichtszunahme führt, oder die Nahrungsaufnahme wird als überflüssig bzw verzichtbar angesehen, was das Gegenteil zur Folge hat.

Diese Symptome werden oft längere Zeit verdrängt, da man in der heutigen Gesellschaft einfach funktionieren muss. Wenn körperliche Ursachen ausgeschlossen sind, erfolgt die Überweisung an einen Psychiater. Eine wirkliche Therapie für das Burnout-Syndrom gibt es nicht. Bei einer begleitenden Depression kann der Einsatz von Medikamenten Sinn machen. Der Betroffene muss mit Hilfe eines Psychologen die Ursachen herausfinden, und dann versuchen, sein Leben zu verändern. Eventuell kann eine Kur oder ein längerer Urlaub helfen.